Schulheim
Schloss Kasteln

In Oberflachs im Kanton Aargau, Schweiz, steht Schloss Kasteln auf einem Felsvorsprung. Es ist heute ein Schulheim.
Geschichte+
Die Ursprünge von Schloss Kasteln reichen bis etwa ins Jahr 1200 zurück, als die Burg Kasteln im mittleren Schenkenbergertal errichtet wurde. Erstmals urkundlich erwähnt wurden die Schenken von Kasteln als Bewohner im Jahr 1238, die Vasallen der Kyburger waren. Um 1262 entstand auf einem benachbarten Felsvorsprung die Burg Ruchenstein, bewohnt von den Rittern von Ruchenstein. Nach dem Aussterben der Kyburger 1264 fiel die Region an die Habsburger. Im frühen 14. Jahrhundert starben die Geschlechter von Ruchenstein und Kasteln aus, woraufhin die Herren von Mülinen aus Brugg beide Burgen erwarben und von dort aus ein kleines Gebiet am Jurasüdrand beherrschten. Im Jahr 1631 kaufte Johann Ludwig von Erlach, ein Berner Patrizier und General, die beiden Burgen. Er veranlasste 1642 den Umbau der Burg Kasteln zu einem Schloss. Die Burg Ruchenstein wurde 1643 abgetragen und diente als Materialquelle für den Umbau, der sich bis 1650 hinzog und aufgrund fehlender Expertisen sowie der Abwesenheit des Bauherrn kostspielig wurde. Nach rund hundert Jahren im Besitz der Familie von Erlach wurde die Herrschaft Kasteln 1750 an die Stadt Bern verkauft und bildete fortan die kleinste Landvogtei des Berner Aargaus. Mit dem Ende des Ancien Régime ging die Staatsdomäne 1803 an den neu gegründeten Kanton Aargau über, der sie 1836 an Private veräußerte.
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Lage: 47.4415, 8.1191