Justizanstalt
Schloss Karlau

In Graz-Gries befindet sich das Schloss Karlau, ursprünglich als Lust- und Jagdschloss konzipiert und heute eine Justizvollzugsanstalt. Seine Geschichte ist eng mit Erzherzog Karl II. verbunden, der es als seinen Sommersitz errichten ließ.
Geschichte+
Die Errichtung des Schlosses Karlau erfolgte zwischen 1584 und 1590 unter der Leitung der Architekten Antonio Tade und Antonio Marmoro. Es diente Erzherzog Karl II. als Jagd- und Lustschloss sowie als Sommerresidenz. Ursprünglich sollte es den Namen „Schloss Dobel“ tragen, was jedoch aufgrund der Verwechslungsgefahr mit einem anderen Jagdschloss verworfen wurde. Das Marsch- und Sumpfland wurde nach dem Regenten „Karl-Au“ benannt. Nach dem Tod Karls II. wurde das Schloss zum Wohnsitz seiner Witwe Maria, die Erweiterungen vornehmen ließ. Eine Ringmauer mit vier Türmen, von denen einige später abgetragen wurden, schützte das Anwesen. Das Schloss war von einem Tiergarten und kaiserlichem Jagdgebiet umgeben, wo Wildtiere wie Falken, Reiher und Fasane gezüchtet und in den Murauen ausgesetzt wurden. Von 1756 bis 1763 diente Schloss Karlau als Kriegsgefangenenlager und ab 1769 als Arbeitshaus. Im Jahr 1803 wurde es zu einem Provinzialstrafhaus umfunktioniert.
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Lage: 47.0544, 15.4299