Kulturzentrum
Schloss Ilsenburg

Das Schloss Ilsenburg in Sachsen-Anhalt zeichnet sich durch seine neoromanische Architektur aus. Es entstand auf dem Gelände eines ehemaligen Klosters und diente lange Zeit als Residenz und später als Witwensitz.
Geschichte+
Die Ursprünge des heutigen Schlosses Ilsenburg liegen in einem Benediktinerkloster, das im 16. Jahrhundert aufgelöst wurde. Die Besitzungen des Klosters gingen an die Grafen zu Stolberg über, die bereits seit 1429 die Schutzherrschaft innehatten. Nach der Zerstörung ihrer Burg Wernigerode im Dreißigjährigen Krieg verlegte Graf Henrich Ernst 1648 seine Hofhaltung nach Ilsenburg und bezog einen 1609 bis 1615 erbauten Witwensitz. Für rund sechs Jahrzehnte diente dieses Anwesen als Regierungssitz der Grafschaft. Um 1700 ließ Graf Ernst die ehemalige Klosterkirche umgestalten, wobei barocke Schnitzkunst für Hochaltar, Kanzel und Taufengel entstand. Im Jahr 1710 kehrte der Regierungssitz nach Wernigerode zurück. Zwischen 1861 und 1863 ließ Graf Otto zu Stolberg-Wernigerode die Gebäude oberhalb der Ilse für seinen Onkel Botho ausbauen, wobei er den romanischen Stil der Klosteranlage aufgriff. Der Bau wurde von Karl Frühling geleitet. Ab 1897 war Ilsenburg der Witwensitz von Fürstin Anna und ihrer Tochter Elisabeth. 1929 wurde das Schloss an die Altpreußische Union verpachtet und diente ab 1930 als Kirchliches Auslandsseminar, das 1936 aufgelöst wurde.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Roland Neubert, Halle (Saale)
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 51.8597, 10.6786