Schloss/BurgPlanina

Schloss Haasberg (Hošperk)

Schloss Haasberg (Hošperk)

Privatbesitz

Schloss Haasberg liegt auf einem Plateau am südwestlichen Rand des Planina-Karstfeldes über der Unica. Der mittelalterliche Vorgänger (Stari grad Hošperk) entstand vermutlich im späten 12. Jahrhundert auf dem Hügel Stari grad und wird 1295 als castrum Moevntz (Unc) erstmals erwähnt. Er gehörte zunächst den Görzer Grafen und deren Ministerialen, später den Grafen von Cilli und den Habsburgern. Nach dem Erdbeben von 1511 und dem Verfall des Höhenbaus ließen die Fürsten von Eggenberg um 1614 in der Ebene einen Renaissance-Sitz errichten.

1716 verkaufte Maria Charlotte von Eggenberg die Herrschaft an Graf Johann Caspar von Cobenzl. Unter ihm baute der Architekt Carlo Martinuzzi den Bau 1717–1723 zum prächtigen Barockschloss um: viergeschossig mit Mansarddächern, monumentalern Portal, Balustradenbalkon und symmetrischer Innenraumfolge. Der Festsaal und die Kapelle des heiligen Antonius von Padua (mit Kuppel) durchzogen mehrere Geschosse. Ein großzügiger Park mit Zypressenallee und Brücke zur Unica umgab das Schloss. Nach dem Aussterben der Cobenzl 1810 erbten die Coronini das Gut; 1846 erwarb es Fürst Weriand von Windisch-Grätz. Die Familie nutzte es als repräsentative und jagdliche Residenz.

Im Zweiten Weltkrieg diente das Schloss zeitweise der italienischen und deutschen Besatzung. Am 27. März 1944 setzten jugoslawische Partisanen es in Brand, um eine Nutzung durch deutsche Truppen zu verhindern. Das Inventar, das Familienarchiv und die Windisch-Grätz-Gruft wurden zerstört. Nach 1945 unterstand es zunächst dem Forstministerium; weitere Abrisse und Verfall folgten. Ein Erdbeben 2020 beschädigte die Eingangsfront zusätzlich. Die Ruine ist Kulturerbe und im Eigentum der Gemeinde Postojna.

Nimm Mobile Geschichte mit auf die Reise

Diesen Text liest du gerade kostenlos. Mit Premium kommt dazu, was unterwegs zählt: Beschreibungen vorlesen lassen, Objekte durch die Kamera finden, Regionen offline mitnehmen.

  • Alle Beschreibungstexte, auch die der ~17.700 Premium-Objekte
  • Audio-Guide: Beschreibungen unterwegs vorlesen lassen
  • AR-Sucher: Objekte durch die Kamera sehen, mit Entfernung und Richtung
  • Unbegrenzte Merkliste

14 Tage kostenlos testen, danach ab 2,99 € im Monat. Jederzeit kündbar.

Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Foto: Jörg Heldt (Community)

Diese Beschreibung ist eine maschinelle Übersetzung eines Auszugs aus dem verlinkten Wikipedia-Artikel. Der Ausgangstext stammt von dessen Autorinnen und Autoren, die Übersetzung von Mobile Geschichte; sie steht wie das Original unter CC BY-SA 4.0.

Lage: 45.8280, 14.2649