Privatbesitz
Schloss Hofhegnenberg

In Hofhegnenberg, einem Gemeindeteil von Steindorf, steht Schloss Hofhegnenberg. Dieser Adelssitz hat seine Ursprünge in einer hochmittelalterlichen Burganlage.
Geschichte+
Die Herren von Hegnenberg traten Ende des 12. Jahrhunderts als welfische Dienstmannen in Erscheinung. Ihr ursprünglicher Stammsitz war eine Turmhügelburg in Althegnenberg. Um 1300 verlegten sie ihren Wohnsitz und errichteten eine größere Burganlage auf einem Hügelrücken, dem heutigen Standort. Diese Verlagerung auf eine Höhenburg diente möglicherweise auch als Machtsymbol und Grenzbefestigung gegen das Hochstift Augsburg. Die erste schriftliche Erwähnung der Höhenburg datiert auf das Jahr 1354. Im Jahr 1399 verkaufte Arnold der Ältere von Hegnenberg die Burg an Hans den Pflaumdorfer, der sie 1405 an Jörg von Ersingen und Paul den Aersinger weitergab. Bereits 1411 veräußerte Paul Aeresinger den Besitz an Herzog Wilhelm III. Um 1540 war die mittelalterliche Burg stark baufällig. Herzog Wilhelm IV. belehnte 1542 seinen unehelichen Sohn Georg mit der Hofmark Hegnenberg, der den Ansitz erneuern ließ. Der Um- und Neubau war 1557 abgeschlossen. Der hochmittelalterliche Südwestturm wurde erst um 1790 gekappt. Im Jahr 1902 ging der Besitz an die Familie von Gebsattel über. Ende 2008 erwarb der Starnberger Unternehmer Peter Löw die Anlage, die seitdem saniert und als Familiensitz genutzt wird.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Schloss_Hofhegnenberg_5.jpg
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Lage: 48.2177, 11.0215