Privatbesitz
Schloss Herstelle
In Nordrhein-Westfalen steht Schloss Herstelle auf einer Anhöhe im Wesertal über dem gleichnamigen Ortsteil von Beverungen. Ursprünglich eine frühmittelalterliche Wallburg, die eine Weserfurt schützte, ist das heutige Bauwerk ein im 19. Jahrhundert errichtetes Schloss, das Elemente einer historischen Burganlage aufgreift.
Geschichte+
Die Ursprünge von Herstelle reichen bis ins Frühmittelalter zurück, als hier eine Wallburg zum Schutz einer Weserfurt errichtet wurde. Im Jahr 797 versuchten Sachsen vergeblich, die Anlage gegen Karl den Großen zu verteidigen. Dieser nutzte die Burg als Winterquartier und nannte sie „Heristal Saxonicum“, mit der Absicht, hier einen Bischofssitz für Sachsen zu etablieren. Doch bereits 799 wurde Paderborn zum Bischofssitz bestimmt. Die erste urkundliche Erwähnung der spätmittelalterlichen Burg als Besitz des Paderborner Bischofs erfolgte 1292. Im Jahr 1464 wurde die Burg während einer Fehde zwischen dem hessischen Landgrafen Ludwig II. und Bischof Simon III. zerstört, aber bis Ende des 15. Jahrhunderts wieder aufgebaut. Eine erneute Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg führte um 1650 zu einem fast vollständigen Wiederaufbau.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Jörg Heldt
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Lage: 51.6405, 9.4169