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Schloss Heessen

Schloss Heessen, eine dreiflügelige Anlage, befindet sich an der Lippe im Stadtbezirk Heessen von Hamm. Das Hauptgebäude besticht durch seine Backsteinarchitektur und zwei 30 Meter hohe Treppengiebel.
Geschichte+
Die erste Erwähnung von Heessen, damals als „Hesnon“, findet sich in einer Urkunde Kaiser Ottos II. aus dem Jahr 975, wo es als Erbgut des Bischofs von Osnabrück genannt wird. Um 1200 gelangte das Anwesen durch die Heirat von Gräfin Mathilde mit Graf Arnold von Altena in den Besitz der Grafen von Altena-Isenberg. Nach der Ermordung des Kölner Erzbischofs Engelbert I. durch Friedrich von Isenberg, Arnolds Sohn, kam es zu den langwierigen Isenberger Wirren. Der Friede von 1243 sprach die „curtis hesne“ dem Haus Limburg zu. Die Grafen von Limburg nutzten den Hof nicht selbst, sondern belehnten damit ihre Ministerialen, zunächst die von Rinkerode. Anfang des 14. Jahrhunderts ging das Erbe an Dietrich von Volmerstein über. Dessen Enkel errichteten nach 1350 eine neue Wasserburg, die besser durch die Lippe geschützt war. Nach dem Tod von Johannes II. von Volmerstein im Jahr 1429 fiel Heessen an seine Schwester Agnes, die mit Godert von der Recke zu Heeren verheiratet war. Ihr Sohn Dietrich von der Recke wurde 1437 mit den Ländereien belehnt und begründete eine zehn Generationen währende Herrschaft der Familie von der Recke. Er ließ ein neues Herrenhaus bauen, während sein Nachfahre Jobst von der Recke zwischen 1590 und 1600 die Vorburg erneuerte.
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Lage: 51.6986, 7.8478