Privatbesitz
Schloss Haseldorf

In der Gemeinde Haseldorf in Schleswig-Holstein steht das Schloss Haseldorf, ein klassizistisches Bauwerk. 1804 nach Plänen des dänischen Landbaumeisters Christian Frederik Hansen errichtet, ist das Schloss ein eingeschossiger Backsteinbau mit Eckrisaliten und einem zweigeschossigen Mittelrisalit.
Geschichte+
Bereits im 12. Jahrhundert begann die Eindeichung der Haseldorfer Marsch. Eine erste Burg wurde 1184 vom Erzbischof von Bremen angelegt, 1258 zerstört und 1317 wiederaufgebaut. Die Vogtei Haseldorf fiel 1460 an König Christian I. von Dänemark. Im Jahr 1494 verkaufte König Johann I. die Vogtei an Ritter Hans von Ahlefeldt. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde die Burg 1627 durch Wallensteins Truppen zerstört. Die Familie von Schilden erwarb das Anwesen 1731 von den Ahlefeldts. Das heutige Schloss wurde 1804 für Hans Heinrich von Friccus-Schilden erbaut. Ende des 19. Jahrhunderts wurden eine Freitreppe und Dachgauben hinzugefügt. Im Jahr 1896 ging das Gut Haseldorf an Prinz Emil von Schoenaich-Carolath-Schilden über, der das Herrenhaus zu einem literarischen Treffpunkt machte. Rainer Maria Rilke zählte zu den Gästen.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Haseldorf_Herrenhaus.jpg
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Lage: 53.6326, 9.5977