Kulturelle Einrichtung
Schloss Hartenfels

Schloss Hartenfels in Torgau, Sachsen, ist ein Beispiel der Frührenaissance in Deutschland und gilt als das größte vollständig erhaltene Schloss dieser Epoche. Seine Architektur und Geschichte machen es zu einem Kulturdenkmal.
Geschichte+
Nach der Leipziger Teilung der Wettiner im Jahr 1485, die zur Aufspaltung in eine albertinische und eine ernestinische Linie führte, verlor die ernestinische Linie ihre Hauptresidenz, die Albrechtsburg in Meißen. Daraufhin ließen Kurfürst Friedrich III. und seine Nachfolger Schloss Hartenfels in Torgau zur neuen Hauptresidenz ausbauen. Der Bau begann im 15. Jahrhundert unter Konrad Pflüger und wurde im 16. Jahrhundert von Konrad Krebs fortgesetzt. Der fast 20 Meter hohe freitragende Wendelstein im Johann-Friedrich-Flügel wurde zwischen 1533 und 1535 gestaltet. Die Schlosskapelle, erbaut von Nikolaus Gromann zwischen 1543 und 1544, wurde von Martin Luther persönlich eingeweiht und gilt als der erste protestantische Kirchenneubau weltweit. Nach dem Schmalkaldischen Krieg im Jahr 1547 ging das Schloss an die albertinische Linie über. Mit der Verlagerung des Hofs nach Dresden im 16. Jahrhundert diente es hauptsächlich als Verwaltungsgebäude. 1815 fiel das Schloss an Preußen und wurde Teil der preußischen Verwaltung des Kreises Torgau.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Thomas Eichler
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 51.5589, 13.0089