Museum
Schloss Hallberg

Das Schloss Hallberg in Fußgönheim, Rheinland-Pfalz, diente einst als Residenz eines kurpfälzischen Kanzlers. Eine Kirche ist in seine Struktur integriert, deren barocke Ausstattung erhalten ist.
Geschichte+
Das Schloss Hallberg entstand zwischen 1728 und 1731 im Auftrag des kurpfälzischen Kanzlers Freiherr Jakob Tillmann von Hallberg. Der Bauherr richtete einen kompletten Flügel des Schlosses als katholische Kirche ein und stiftete 1742 die erste katholische Pfarrei in Fußgönheim seit der Reformation. Für den Hochaltar der Schlosskirche wurde ein Gemälde von Giovanni Antonio Pellegrini geschaffen, der auch das Mannheimer Schloss ausmalte. Eine Figur auf diesem Altarbild soll Jakob Tillmann von Hallberg darstellen. Die Fertigstellung der Schlosskirche, dem heutigen Nordwestflügel, wird auf 1741 datiert. Zwischen 1788 und 1792 war Heinrich Theodor von Hallberg, kurpfalz-bayerischer Gesandter in Wien, der Schlossherr. 1815 wurde das Schloss zwangsversteigert und erlebte in der Folgezeit vielfältige Nutzungen, darunter als Laden, Scheune, Lager, Zigarrenfabrik, Kriegsgefangenenlager und Raiffeisenmagazin. 1972 erwarb die katholische Kirchengemeinde Fußgönheim das Anwesen und restaurierte es.
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Lage: 49.4576, 8.2946