Gefängnis
Schloss Haldem

Ein historisches Rittergut, Schloss Haldem, liegt am Südhang des Stemweder Berges in der Ortschaft Haldem, im Kreis Minden-Lübbecke in Nordrhein-Westfalen. Ursprünglich ein Lehen der Mindener Bischöfe, ist es heute eine Einrichtung des Maßregelvollzugs.
Geschichte+
Die erste urkundliche Erwähnung des Gutes Haldem erfolgte im Jahr 1236, als Bischof Konrad von Minden den Zehnten an das Kloster Levern übertrug. Im Jahr 1264 befand es sich im Besitz der Gebrüder de Haledum. 1328 belehnte Bischof Ludwig von Minden den Ritter Gerold von der Horst mit den Gütern von Haldem und Rahden, um die Bistumsgrenzen zu schützen. Nach dem Aussterben der Ritter von Wede im Jahr 1400 erbte Dietrich von der Horst weitere Ländereien und zog von Bersenbrück auf Schloss Haldem. Das Schloss wurde im Dreißigjährigen Krieg vollständig zerstört und zwischen 1692 und 1703 von Julius August von der Horst wiederaufgebaut. 1775 erfolgte ein weiterer Ausbau durch den Finanzminister Friedrichs des Großen, Freiherr von der Horst. Die Familie von der Horst besaß das Schloss bis zum Verkauf im Jahr 1830, bevor sie sich auf Schloss Hollwinkel zurückzog. Neuer Eigentümer wurde der preußische General von dem Bussche-Ippenburg. Bis 1890 diente es als Damenstift.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0
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Lage: 52.4389, 8.3792