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Schloss Haag

Nördlich der Stadt Geldern im Landkreis Kleve steht Schloss Haag, eine ehemals stark befestigte spätmittelalterliche Burganlage. Trotz erheblicher Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg ist seine historische Bedeutung als wehrhafter Rittersitz noch erkennbar. Der Name des Schlosses leitet sich vom altdeutschen Wort „haeg“ ab, das ein Gehölz bezeichnete.
Geschichte+
Die erste urkundliche Erwähnung eines Hofes in „ghen Haege“ datiert auf das Jahr 1337, als er im Besitz Konrads von Issum war. Später, im Jahr 1363, wurden zwei Höfe gleichen Namens Johann von Boedberg zugeschrieben. Nach der Angliederung an die Grafschaft Geldern im Jahr 1382 wurde Haag ein Unterlehen des Hauses Hoenselaer. Johann von Boedberg, ein Enkel des früheren Johann und Mitglied der geldrischen Ritterschaft, erwarb 1431 das Erbmarschallsamt. Das Schloss verblieb über Generationen in der Familie von Boedberg, bis Cornelius von Boedberg 1585 kinderlos verstarb. Sein Bruder Arnold folgte ihm nach, starb aber ebenfalls ohne männliche Erben im Jahr 1613. Daraufhin ging das Schloss an Ulrich, Herrn von Hoensbroek, über, der mit Johanna von Boedberg, Arnolds Schwester, verheiratet war. Ulrichs Sohn Adrian übernahm 1618 den Besitz und das Erbmarschallsamt. Dessen Sohn, Arnold Adrian, wurde 1675 vom spanischen König Karl II. für seine Verdienste zum Marquis erhoben. Elf weitere Generationen der Familie Hoensbroech bewohnten und besaßen Schloss Haag, das Ende des 18. Jahrhunderts zum Stammsitz der Familie wurde.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://www.wehrbauten.de/thread.php?threadid=566&hilight=Borghees
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Lage: 51.5351, 6.3197