Museum
Schloss Güstrow

In der Stadt Güstrow erhebt sich das Schloss Güstrow, ein Renaissancebauwerk Norddeutschlands. Es steht für eine Zeit, in der Fürstenhöfe zu Zentren der Kultur wurden und italienische Baukunst den Norden prägte.
Geschichte+
An der Stelle des heutigen Schlosses befand sich ursprünglich eine slawische Burganlage, die um 1307 erstmals als Burg der Fürsten von Werle erwähnt wurde. Nach dem Aussterben dieser Linie im Jahr 1436 ging die Burg in den Besitz der Herzöge von Mecklenburg über und diente als deren zweiter Wohnsitz. Herzog Ulrich von Mecklenburg baute Güstrow nach den Teilungen des Herzogtums 1547 und 1552 zu einem Zentrum der Renaissancekultur aus. Ein Brand im Südflügel der alten Burg im Jahr 1557 bot die Gelegenheit für einen Neubau. Unter der Leitung des italienischstämmigen Architekten Franz Parr entstand ab 1558 der Eingangsflügel und der westliche Teil des Südflügels, dessen Rohbau um 1565 vollendet war. Nach einem weiteren Brand 1586, der den Nordflügel zerstörte, wurde dieser von 1587 bis 1591 nach Entwürfen des Niederländers Philipp Brandin neu errichtet. Der Ostflügel folgte 1594 nach Plänen von Claus Midow. Zwischen 1628 und 1630 residierte hier Wallenstein.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Roland Neubert, Halle (Saale)
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Lage: 53.7907, 12.1772