Kulturzentrum
Schloss Großenhain

In Sachsen dient das Schloss Großenhain heute als Kulturzentrum. Ursprünglich eine Grenzfestung, durchlebte es Zerstörung und Wiederaufbau, bevor es im 21. Jahrhundert eine neue Bestimmung fand.
Geschichte+
Erstmals 1289 als Bauwerk der Hayner Pflege erwähnt, diente die Anlage auch als Residenz für die Söhne des Landgrafen Albrecht des Unartigen, Friedrich und Dietzmann. Aufgrund seiner Nähe zu Brandenburg wurde die Burg 1291 befestigt und im 13. Jahrhundert durch einen freistehenden Bergfried ergänzt. Ein Stadtbrand 1547 führte zur Zerstörung der Burg. Kurfürst August ordnete 1557 den Wiederaufbau an, doch im Dreißigjährigen Krieg wurde das Gebäude 1637 und 1642 von schwedischen Truppen belagert und verwüstet. Kurfürst Johann Georg II. ließ die Ruine 1662 instand setzen. Später erwarb Wolf Caspar von Klengel das Anwesen, das in Akten des 17. Jahrhunderts bereits als „Schloss“ bezeichnet wurde. Trotz Kontrollen durch Kurfürst Johann Georg II. 1663 erlitt das Schloss 1704 im Nordischen Krieg und 1744 bei einem weiteren Stadtbrand erneut Schäden. Um 1745 war es von einem Wassergraben umgeben, und seine sechs Meter dicken Mauern galten als uneinnehmbar. Zwischen 1780 und 1800 wurden Pulverbastei und Pforte abgerissen.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Thomas Eichler
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 51.2901, 13.5337