Das Schloss kann besichtigt werden
Schloss Grafeneck

Bei Gomadingen im Landkreis Reutlingen, Baden-Württemberg, liegt Schloss Grafeneck. Ursprünglich als Jagdschloss errichtet, entwickelte es sich zu einer barocken Residenz und später zu einem Ort der Erinnerung an die Gräueltaten des Nationalsozialismus.
Geschichte+
Die Ursprünge des Schlosses Grafeneck liegen in einer hochmittelalterlichen Burganlage. Um 1560 ließen die Herzöge von Württemberg an dieser Stelle ein Jagdschloss errichten. Herzog Carl Eugen von Württemberg nutzte das Anwesen als Sommerresidenz und erweiterte es zwischen 1762 und 1772 zu einem Barockschloss mit Opernhaus und zahlreichen Lustbauten. Das Opernhaus wurde später nach Ludwigsburg verlegt, und das Schloss wurde aufgegeben. Im 19. Jahrhundert wurden Teile des Schlosses abgerissen und es diente dem Forstamt. 1928 erwarb die Samariterstiftung das Schloss und richtete ein Heim für Menschen mit Behinderung ein, inklusive eines eigenen Friedhofs ab 1930. Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde Grafeneck im Oktober 1939 beschlagnahmt und in eine Tötungsanstalt umgewandelt.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 48.3927, 9.4295