Außenstelle des Landeshauptarchivs Koblenz
Schloss Gondorf

In Kobern-Gondorf an der Mosel liegt Schloss Gondorf, auch als Oberburg bekannt. Es diente einst als Stammsitz der Herren und späteren Fürsten von der Leyen.
Geschichte+
Die Ursprünge des Standortes reichen vermutlich bis ins 5. oder 6. Jahrhundert zurück, da die natürliche Lage auf einer Landzunge zwischen Mosel und dem ehemaligen Nothbach Schutz bot. Die heutige Anlage, bestehend aus Vorburg und Kernburg, entstand im 14. Jahrhundert. Um 1560 war der Trierer Kurfürst Johann VI. von der Leyen der Bauherr. Das Schloss verfiel, da die verschiedenen Familienzweige ihre Wohnsitze in anderen Regionen nahmen. Anfang des 19. Jahrhunderts veranlasste Reichsgraf Philipp von der Leyen, der inzwischen Fürst von Hohengeroldseck geworden war, eine teilweise Restaurierung des Stammsitzes. Sein Sohn Erwein I. veräußerte nach dem Tod des Fürsten Teile der Anlage, Ländereien und die Weinkellerei, unter anderem an die Gemeinde Gondorf. Der Bau der Moselstrecke im Jahr 1876 zerschnitt die Schlossanlage und führte zum Abriss einer Kirche. Im Jahr 1971 wurde die Bundesstraße 416 durch das Schloss geführt, wodurch Erdgeschossteile geöffnet und umgebaut werden mussten.
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Lage: 50.2913, 7.4586