Seniorenheim
Schloss Gneisenau

In Kleinzell im Mühlkreis, Oberösterreich, steht Schloss Gneisenau. Ursprünglich ein Wasserschloss aus dem 16. und 17. Jahrhundert, sind nur noch der Torturm und die Laubengänge im Hof in ihrer ursprünglichen Form erhalten geblieben. Heute dient das Schloss als Seniorenheim.
Geschichte+
Die erste urkundliche Erwähnung eines Adelssitzes an diesem Ort datiert auf das Jahr 1161. Bis 1338 gehörte es der passauischen Ministerialenfamilie Gneussen. Danach wechselten die Besitzer häufig, darunter die Teuerwanger (1338–1370), die Harracher und die Diendorfer (1434–1524). Es folgten Georg Perkhammer (1524–1540) sowie Erasmus und Anna Kaplan, die es 1547 an Seibold Raiger verkauften. Von 1556 bis 1589 waren die aus Ulm stammenden Neithart Eigentümer, die sich im 18. Jahrhundert das Prädikat „von Gneissenau“ zulegten. Nach den Neitharts übernahmen die Hohenegg, gefolgt von Hanns dem Pranter im Jahr 1597. Erasmus Märk von Haimerhofen besaß das Schloss von 1602 bis 1630, wobei es durch die Haltung von Hans Christoph Mäerk in den Bauernkriegen 1626 vor Plünderungen bewahrt wurde. 1630 wurde es an Christoph Heinrich Murhamber von Murau verkauft. Von 1634 bis 1767 waren die Grafen Fieger die Eigentümer.
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Lage: 48.4548, 13.9866