Privatbesitz
Schloss Gamig
Nahe Dohna in Sachsen liegt Schloss Gamig auf einer felsigen Anhöhe. Das Anwesen, dessen Name auf das altsorbische Wort für Stein zurückgeht, war ein Rittergut und ist heute ein Privatbesitz.
Geschichte+
Der Ort Gamig wurde 1411 erstmals urkundlich erwähnt. Zwischen 1445 und 1447 existierte hier ein Vorwerk, das sich spätestens 1512 zu einem Rittergut entwickelte. Die Besitzer des Gutes, darunter im 16. Jahrhundert die Herren von Schönberg, übten die Grundherrschaft über umliegende Dörfer aus. Um 1575 ließen die Schönbergs das heutige Schloss errichten. Im 17. Jahrhundert wechselte das Anwesen häufig den Eigentümer, bis es 1664 von Geheimrat von Heinicke erworben wurde und bis 1720 in Familienbesitz blieb. In dieser Zeit war der Großteil des heutigen Baubestandes, einschließlich des zentralen Wohnhauses und der 1656 eingeweihten Kapelle, bereits vorhanden. Ab 1720 übernahmen die Grafen von Bose das Gut für rund ein Jahrhundert, gefolgt von den Grafen von Vitzthum um 1830. Unter ihrer Ägide wurde das Rittergut umgestaltet. Zwischen 1834 und 1835 entwarf Architekt Woldemar Hermann Pläne für den Schlossumbau, wobei Architekt Gottfried Semper am Ausbau des sogenannten Semperturms beteiligt war.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Thomas Eichler
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Lage: 50.9616, 13.8417