Hotel
Schloss Fuschl

Schloss Fuschl ist ein Schloss in Hof im österreichischen Bundesland Salzburg, und liegt am Fuschlsee im Salzkammergut. Es ist im Stil der Renaissance erbaut, diente ab dem 15. Jahrhundert als Jagdschloss und beherbergt heute ein Hotel der Fünf-Sterne-Kategorie.
Das Schloss liegt in der Katastralgemeinde Vorderelsenwang der Gemeinde Hof im Bezirk Salzburg-Umgebung, am Westende des Fuschlsees auf einer Halbinsel. Der historische, vierstöckige Schlossturm erhebt sich über die Bewaldung der Halbinsel, sonst ist die Anlage aus der Ferne nicht erkennbar.
Jagdschloss Fuschl+
Das Schloss Fuschl wurde in der Mitte des 15. Jahrhunderts während der Regierungszeit der Erzbischöfe Sigmund I. von Volkersdorf (1452−1461) und Kardinal Burkhard II. von Weißpriach (1461−1466) erbaut und diente zunächst als Jagdschloss. Die erste schriftliche Erwähnung einer fürsterzbischöflichen Jagd geht auf das Jahr 1545 zurück. Es gibt u.a. auch Aufzeichnungen über eine große Prunkjagd unter Paris Graf von Lodron (1619−1653) aus dem Jahr 1624.
1803 hatte die Auflösung des geistlichen Reichsfürstentums Salzburg das Ende der bischöflichen Herrschaft zur Folge. Salzburg kam nach fünf Besitzwechseln 1816 endgültig an das Kaiserreich Österreich und damit auch das Schloss Fuschl. Es verfiel zusehends, weil es als Wohnsitz für Förster benutzt und nicht instand gehalten wurde. Von 1833 bis 1939 hatte das Schloss Fuschl mehrere Pächter und Eigentümer. Einer der Eigentümer, der königlich-bayrische Auditor Erl, stattete das Schloss Fuschl mit einer Reihe von zum Teil wertvollen Gemälden und Möbeln aus, die aber seit Ende des Zweiten Weltkrieges unauffindbar sind. 1939 wurde über den Umweg einer Stiftung das Schloss unrechtmäßig an den Reichsaußenminister Joachim von Ribbentrop übertragen. Als der rechtmäßige Eigentümer, Gustav Edler von Remiz, ein Freund von Ribbentrops Schwager Stefan-Karl Henkell, gegen die Enteignung protestierte, wurde er im Konzentrationslager Dachau interniert, wo er am 29. August 1939 verstarb.
Das Gebäude steht heute unter Denkmalschutz und wurde im Zeitraum Januar 2005 bis Juni 2006 vollständig saniert. Die Bausumme betrug rund 30 Millionen Euro.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Fuschlschloss04.jpg
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 47.8086, 13.2554