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Schloss Friedrichsfelde

Das Schloss Friedrichsfelde, ein Bauwerk mit Wurzeln im späten 17. Jahrhundert, gilt heute als Beispiel frühklassizistischer Architektur. Einst als ländlicher Herrensitz konzipiert, spiegelt es eine Geschichte wider, die von königlichen Besitzern, Adelsfamilien und kulturellen Ereignissen geprägt ist.
Geschichte+
Die Ursprünge des Schlosses reichen bis ins Jahr 1695 zurück, als es unter dem Namen Schloss Rosenfelde für Benjamin Raule, den kurbrandenburgischen Generalmarinedirektor, errichtet wurde. Vermutlich nach Entwürfen von Johann Arnold Nering im holländischen Landhausstil erbaut, erfuhr es 1698 eine erste Zäsur, als Raule in Ungnade fiel und das Anwesen an den preußischen König überging, der es in Friedrichsfelde umbenannte. Im Jahr 1717 wurde es Markgraf Albrecht Friedrich von Brandenburg-Schwedt übereignet und 1719 durch Hofbaumeister Martin Heinrich Böhme erweitert. Nach dem Tod des Markgrafen im Jahr 1731 erbte sein Sohn Karl das Schloss. 1762 ging es in den Besitz von Prinz Ferdinand von Preußen über, einem Bruder Friedrichs des Großen. 1772 wurde hier Louis Ferdinand von Preußen geboren. Später, im Jahr 1785, wurde das Schloss an den Herzog von Kurland verkauft, gefolgt von weiteren Besitzwechseln an den Hofbuchdrucker Georg Jakob Decker (1799) und Herzogin Katharina von Holstein-Beck (1800), die es bis zu ihrem Tod 1811 bewohnte und die Fassade im frühklassizistischen Stil umgestalten ließ. Von Juli 1814 bis Februar 1815 diente es König Friedrich August I. von Sachsen als Gefängnis.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Joachim Schneeleopard
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Lage: 52.5047, 13.5237