Museum
Schloss Friedenstein

In Gotha, Thüringen, steht Schloss Friedenstein, eine frühbarocke Schlossanlage auf den Fundamenten der ehemaligen Burg Grimmenstein.
Geschichte+
Nach der Erbteilung im Jahr 1640 erhielt Herzog Ernst I. von Sachsen-Gotha, bekannt als „Ernst der Fromme“, Gotha als Hauptstadt seines neuen Herzogtums. Er begann früh mit der Planung eines Schlossneubaus. Unter der Leitung des Baumeisters Andreas Rudolph und nach den Entwürfen von Caspar Vogel wurde der Grundstein für Schloss Friedenstein am 26. Oktober 1643 gelegt. Der Bau dauerte bis 1654. Der Name des Schlosses und die „Friedenskuss“-Darstellung am Nordportal, die 1650 anlässlich des Westfälischen Friedens angebracht wurde, spiegeln den Wunsch des Herzogs nach Frieden nach den Zerstörungen des Dreißigjährigen Krieges wider. Im selben Jahr 1650 wurde im Westflügel des Schlosses die Münzstätte Gotha eingerichtet. Zwischen 1654 und 1672 erfolgte die Befestigung des Schlosses. Bis 1675 diente es als fürstliche Residenz und von 1640 bis 1894 als Verwaltungssitz des Herzogtums Sachsen-Gotha. Unter Ernst II. (1772–1804) wurden die Festungsanlagen abgetragen und die Flächen in den Schlosspark integriert.
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Lage: 50.9458, 10.7044