Privatbesitz
Schloss Eremitage

Das Schloss Eremitage in Waghäusel, Baden-Württemberg, ist ein barockes Jagd- und Lustschloss, das sich durch seine sechzehneckige Architektur und seine Bedeutung als Vorbild für andere Anlagen auszeichnet.
Geschichte+
Die Errichtung des Schlosses Eremitage begann im Jahr 1724 unter Damian Hugo Philipp von Schönborn, einem Fürstbischof, der die Residenz von Speyer nach Bruchsal verlegte. In dieser Zeit entstanden mehrere Neubauten in seinen Besitztümern. Die ersten Entwürfe für die Eremitage stammen von Michael Ludwig Rohrer, der zuvor bereits am Schloss Bruchsal für Schönborn tätig war. Die Pavillon-Architektur orientierte sich an Schloss Marly-le-Roi. Ursprünglich als sechzehneckiger Bau mit acht Eremiten-Pavillons in einem ummauerten Wegestern konzipiert, wurde die Anlage zwischen 1724 und 1729 fertiggestellt und diente später als Vorbild für mehrere andere Schlösser. Um 1732 erfolgte die Ausmalung mit einem Deckenfresko von Giovanni Francesco Marchini, das jedoch 1946 bei einem Brand zerstört wurde. Vermutlich auf Anregung Balthasar Neumanns wurden die Eremitenhäuschen 1730 durch vier zweistöckige Kavalierspavillons ersetzt. Unter Franz Christoph von Hutten wurde der Hauptbau um vier Flügel erweitert, und Balthasar Neumann erweiterte die Kavalierspavillons. Im Jahr 1783 ließ Damian August von Limburg eine Uhr mit Glockentürmchen und einem schmiedeeisernen Altan am Eingang anbringen. Nach der Auflösung des Fürstbistums Speyer im Jahr 1803 behielt der letzte Fürstbischof, Philipp Franz Wilderich Nepomuk von Walderdorf, bis zu seinem Tod 1810 das Wohnrecht.
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Lage: 49.2525, 8.5085