Privatbesitz
Schloss Eichhof

Im Coburger Stadtteil Scheuerfeld liegt Schloss Eichhof, ein Hofgut, das sich zu einem Schloss entwickelte. Erstmals 1440 urkundlich erwähnt, steht es auf einer kleinen Anhöhe über dem Güßbachtal und wird heute als privates Hofgut mit Pferdezucht genutzt.
Geschichte+
Die Ursprünge des Anwesens reichen bis ins Jahr 1440 zurück, als Peter von Eychoff als Eigentümer des gleichnamigen Hofes in Scheuerfeld genannt wurde. Nach einem kurzen Besitzwechsel an Anton von Rosenau gelangte Eichhof in den Besitz von Herzog Johann Casimir von Coburg. Im Jahr 1598 schenkte Herzog Casimir das Schloss seinem Rentmeister Nicolaus Zech als Dank für dessen erfolgreiche Sanierung der Hof finanzen. Zech, der bereits um 1590 den Ort Scheuerfeld erworben und zu einem Rittergut ausgebaut hatte, verstarb 1607 in Haft, nachdem er wegen Fürstenbeleidigung verurteilt worden war. Sein Besitz ging an seine Kinder Helena und Markus über. Nach dem Tod Helenas und dem Ankauf von Markus' Anteil wurde Johann Christian von Merklin, Helenas Ehemann, Alleinbesitzer des Ritterguts. Seine Söhne teilten das Erbe, wobei der jüngere Eichhof erhielt. Im Jahr 1765 verkaufte Major Friedrich Bernhard von Merklin das Anwesen, das 1864 wieder in herzoglichen Besitz überging und für die Übersiedelung des Prinzen von Ratibor umgebaut wurde. Von 1906 bis 1919 bewohnte Oberhofmarschall Carl Eduard von Rüxleben das Schloss, welches auch nach 1919 im Eigentum des Hauses Coburg verblieb. Die Geschichte des Schlosses ist auch von drei Mordfällen geprägt, die sich 1707, 1865 und 1945 ereigneten.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0
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Lage: 50.2619, 10.9198