Pfarramt
Schloss Eberschwang

In der Gemeinde Eberschwang in Oberösterreich dient das Schloss Eberschwang, einst ein Wasserschloss, heute als Pfarrhof.
Geschichte+
Die Ursprünge des Schlosses Eberschwang reichen vermutlich ins 13. Jahrhundert zurück, als es im Besitz der Familie Kirchsteiger war. Nach deren Aussterben Ende des 14. Jahrhunderts wurde es zum Stammsitz der Ritter Pewntner, die ab 1447 urkundlich belegt sind. Georg Peuntner, der letzte seiner Linie, verstarb 1527. Seine Witwe und Töchter veräußerten den Besitz zwischen 1503 und 1530 an Hanns Marschalk. Unter Hans Caspar Marschalk erfolgte 1542 ein Neubau, und die Familie wurde 1557 in den Adelsstand erhoben. Nach dem Aussterben der Marschalks im Mannesstamm ging Eberschwang an die verwandten Freiherren von Tattenbach über, die um 1600 damit belehnt wurden. Graf Gottfried Wilhelm von Tattenbach-Reinstein ließ um 1668 den hölzernen Vorgängerbau durch das heutige gemauerte Schlösschen ersetzen. 1684 wurde es der Wallfahrtskirche als Benefiziatenhaus zur Verfügung gestellt. Im Spanisch-Österreichischen Erbfolgekrieg wurde Eberschwang 1704 von österreichischen Husaren geplündert. Maximilian Franz Reichsgraf zu Tattenbach-Rheinstein vereinigte es 1735 mit seiner Domäne Aurolzmünster. Nach dem Frieden von Teschen 1779 kam Eberschwang zum Innviertel und somit zu Österreich. Das Benefizium wurde 1785 aufgehoben. Nach dem Tod von Heinrich Graf von Rheinstein-Tattenbach 1821 war es lange im Besitz der Grafen Arco-Valley, bis 1858 Pfarrer Johann Schuster den Ansitz erwarb und zum Pfarrhof umfunktionierte. Heute ist es Eigentum der Diözese Linz.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Schloss_Eberschwang_mit_Pfarrbibliothek.jpg?uselang=de
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 48.1555, 13.5621