Privat
Schloss Dretzel

Schloss Dretzel ist ein Bauwerk im Jerichower Land in Sachsen-Anhalt. Ursprünglich eine Burgwardei zur Sicherung der Ostgrenze des Reiches, entwickelte es sich zu einem Schloss und ist heute in Privatbesitz.
Geschichte+
Die Ursprünge des Ortes Dretzel reichen bis in slawische Zeiten zurück und lagen im Wendengau Moricane. Im frühen 10. Jahrhundert ließ der fränkische König Heinrich I. hier eine Burgwardei namens Dritzele errichten, um die östliche Grenze seines Reiches zu schützen. Kaiser Otto I. übergab Dretzel später dem Erzstift Magdeburg, was 973 erstmals urkundlich bestätigt wurde. Auch Kaiser Heinrich II. bestätigte 1011 die Besitzrechte des Erzbistums. Im 14. Jahrhundert wurden die Knappen Henning und Werner von Kracht mit Dretzel belehnt und gelten als Erbauer des ersten Schlosses. Um 1350 übernahmen die von Meyendorf den Besitz, gefolgt von Lippold von Arnim im Jahr 1553 durch Tausch. 1617 verkaufte Hans Georg von Arnim das Schloss an Georg von Angern.
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Lage: 52.3162, 12.1137