Heim-Volkshochschule Schloss Dhaun
Kommunalakademie Rheinland-Pfalz
Schloss Dhaun
Die Schlossruine Dhaun, die größte Anlage ihrer Art im Nahetal, steht hoch über dem Kellenbachtal in Rheinland-Pfalz. Ursprünglich eine mittelalterliche Burg, wurde sie zu einem barocken Schloss umgestaltet.
Die Ursprünge von Schloss Dhaun reichen bis ins 12. Jahrhundert zurück, als es von den Nahegaugrafen als Burg errichtet wurde. Erstmals urkundlich erwähnt als „castrum de Dune“ im Jahr 1215, war es ein Lehen der Reichsabtei St. Maximin in Trier und diente dem Schutz des Territoriums der Wildgrafen. Im Jahr 1340 wurde die Burg während der Dhauner Fehde von Truppen des Erzbischofs Balduin von Trier belagert, der im Streit mit Burgherrn Johann I. von Dhaun lag. Der Erzbischof gewann die Fehde und erhielt das Öffnungsrecht für die Burg. Nach Johanns Tod im Jahr 1350 ohne männliche Erben ging die Anlage an seinen Neffen Rheingraf Johann II. vom Stein über, womit die Ära der Dhauner Wild- und Rheingrafen begann. Im 15. und 16. Jahrhundert wurde die Burg umfassend ausgebaut, darunter die Errichtung der Barbakane der Oberburg im Jahr 1526 und ein dreigeschossiges unterirdisches Gangsystem. Im Jahr 1729 wurde die Anlage unter Wild- und Rheingraf Karl von Dhaun zu einem barocken Schloss umgebaut, wobei der Palas im Westen zum Wohnschloss wurde und ein hufeisenförmiger Grundriss entstand.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Jörg Heldt
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Lage: 49.8161, 7.4999