Museum
Schloss Deutschordenskommende

Die Deutschordenskommende in Koblenz war eine Niederlassung des Deutschen Ordens, am Zusammenfluss von Mosel und Rhein gelegen. Die Anlage, von der heute noch Teile erhalten sind, entwickelte sich im 15. Jahrhundert zu einer Kammerballei und beherbergt heute das Ludwig Museum.
Geschichte+
Erzbischof Theoderich von Wied rief im Jahr 1216 die Ritter des Deutschen Ordens nach Koblenz und übertrug ihnen ein Areal der Kastorkirche, inklusive des dortigen St.-Nikolaus-Krankenhauses. Die Ansiedlung des Ordens war auch durch dessen Fähigkeiten in der Krankenpflege motiviert. Bald darauf entstand direkt an der Mündung der Mosel in den Rhein eine Ordensniederlassung. Mitte des 13. Jahrhunderts wuchs die Bedeutung des Ordens in Koblenz, und die Anlage wurde mit Unterstützung der Trierer Erzbischöfe ausgebaut. Die Stätte trug zunächst den Namen „Deutscher Ordt“, später „Deutsches Eck“. Im 15. Jahrhundert stieg die Kommende zur Kammerballei auf, die direkt dem Hochmeister unterstellt war und weitreichenden Landbesitz kontrollierte.
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Lage: 50.3628, 7.6050