Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung
Schloss Deichmannsaue

In Bonn-Rüngsdorf dient Schloss Deichmannsaue heute als Sitz der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung. Es wurde 1662 erstmals als „Auerhof“ erwähnt. Ab 1836 befand es sich im Besitz der Kölner Bankiersfamilie Deichmann. Das Landgut, das damals eine herrschaftliche Villa mit Garten und Landbesitz umfasste, wurde ab 1856 baulich verändert. Die heutige schlossartige Gestalt erhielt das Gebäude zwischen 1910 und 1912 unter Wilhelm Theodor Deichmann, der auf den Fundamenten des alten Gutshauses einen Neubau errichten ließ. Im Jahr 1941 ging das Schloss in den Besitz des deutschen Staates über. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es von alliierten Truppen beschlagnahmt und diente ab 1949 als Sitz des US-amerikanischen Hochkommissariats. Um den Raumbedarf zu decken, wurde 1951 ein großer Erweiterungsbau errichtet. Nach dem Ende des Besatzungsstatus 1955 wurde das Schloss zum Sitz der Botschaft der Vereinigten Staaten und des Bundesbauministeriums.
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Lage: 50.6715, 7.1856