Bildungseinrichtung
Schloss Dahmshöhe (Fürstenberg)

Etwa acht Kilometer nördlich von Fürstenberg/Havel in Brandenburg liegt Schloss Dahmshöhe, auch bekannt als Waldschlösschen. Das Herrenhaus wurde einst als Landsitz für einen Berliner Bankier konzipiert und dient heute als Bildungseinrichtung.
Geschichte+
Im Jahr 1929 erwarb der Berliner Bankier und Kunstsammler Siegfried Bieber das Gut Dahmshöhe bei Altthymen von Geheimrat Richard Weber. Ein Großteil des 235 Hektar großen Anwesens bestand aus Wald, ergänzt durch Acker- und Grünland. Bieber beauftragte den Architekten Paul Schultze-Naumburg mit dem Bau eines neuen Landsitzes, der abseits der bestehenden Wirtschaftsgebäude entstand. Obwohl Schultze-Naumburg für seine Entwürfe für das jüdische Großbürgertum bekannt war, hatte er sich nach dem Ersten Weltkrieg zunehmend rassistischen und antisemitischen Ansichten zugewandt, was sich auch in seinen Publikationen und seiner NSDAP-Mitgliedschaft zeigte. Trotz dieser politischen Differenzen bezog der damals 57-jährige Bieber das neue Schloss im Jahr 1930. Er und seine Frau Josephine waren Kunstsammler, insbesondere von niederländischer Malerei des 17. Jahrhunderts, deren Werke wahrscheinlich auch in Dahmshöhe ausgestellt waren. Bieber ließ zudem einen Park mit botanischem Garten und Tropenhaus anlegen.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: S. John, Elsterwerda / CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons
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Lage: 53.2296, 13.1381