Leerstehend
Schloss Dahlen

In der Stadt Dahlen in Sachsen steht die Ruine von Schloss Dahlen, einer ehemaligen spätbarocken Anlage. Ihre Geschichte ist mit historischen Ereignissen und Persönlichkeiten verbunden.
Geschichte+
Die Ursprünge des Anwesens reichen bis ins frühe 13. Jahrhundert zurück, als dort ein Edelhof existierte. Dieser entwickelte sich zu einem Rittergut, dessen Besitzer den Markt und die Straße nach Torgau bewachten und als Gerichtsherren fungierten. Im 14. Jahrhundert wechselte die Lehnsherrschaft von Naumburg zur Böhmischen Krone und Mitte des 15. Jahrhunderts zu den Wettinern, die es an die Familie von Schleinitz vergaben. Nach mehreren Besitzerwechseln erwarb Heinrich von Bünau das Gut im 18. Jahrhundert und ließ zwischen 1744 und 1751 das heutige Schloss errichten. Der Bau im Stil des Wiener Barock und Klassizismus beherbergte eine Bibliothek und wurde 1763 zum Schauplatz von Friedensverhandlungen, als König Friedrich II. von Preußen hier residierte und die Schlussakte zur Beendigung des Siebenjährigen Krieges unterzeichnete. Nach 1851 ging das Schloss an die Familie Sahrer von Sahr über, die bis 1945 dort lebte.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Roland Neubert, Halle (Saale)
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Lage: 51.3675, 12.9959