Leerstehend
Schloss Crossen

In Thüringen, auf einem Bergsporn über dem Tal der Weißen Elster, liegt das Schloss Crossen. Es ist bekannt für seinen Barocksaal, der mit italienischen Illusionsmalereien verziert ist.
Geschichte+
Die Ursprünge des heutigen Schlosses reichen bis ins 10. Jahrhundert zurück, als an dieser Stelle eine Burg zum Schutz wichtiger Handelswege errichtet wurde. Diese erste Anlage wurde um 1150 aufgegeben. Eine zweite Burganlage, die 1272 erstmals urkundlich erwähnt wurde, diente als Verwaltungssitz und Gerichtsplatz. Im 15. Jahrhundert wurde sie in den Hussitenkriegen beschädigt. Nach der Reformation gelangte die Anlage in den Besitz der Wettiner. Kurfürst August von Sachsen ließ die Burg 1585 zu einem Renaissanceschloss umbauen. Anfang des 18. Jahrhunderts erwarb der Leipziger Kaufmann David Fleischer, später David von Fletscher, das Anwesen. Er ließ das Renaissanceschloss abreißen und zwischen 1701 und 1712 die heutige barocke Anlage errichten, wobei lediglich der Bergfried erhalten blieb. Den zweistöckigen Festsaal stattete er 1712 mit Illusionsmalereien des italienischen Meisters Giovanni Francesco Marchini aus. 1724 ging das Schloss in den Besitz der Adelsfamilie von Flemming über, die es über 200 Jahre hielt. Unter ihrer Ägide wurden im 18.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Roland Neubert, Halle (Saale)
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Lage: 50.9782, 11.9756