Museum
Jugenherberge
Schloss Colditz
In Sachsen erlangte Schloss Colditz traurige Berühmtheit als Kriegsgefangenenlager für alliierte Offiziere während des Zweiten Weltkriegs. Gelegen in Spornlage über der Zwickauer Mulde zwischen Hartha und Grimma, beherbergte es einst einen der ersten Tiergärten Deutschlands.
Geschichte+
Die Ursprünge des Schlosses reichen bis ins Jahr 1046 zurück, als Kaiser Heinrich III. den Burgward Colditz seiner Gemahlin Agnes von Poitou schenkte. Später, 1084, übergab Kaiser Heinrich IV. die Anlage an seinen Dienstmann Wiprecht von Groitzsch, der sie zu einer Burg ausbaute. Unter Thimo I. von Colditz wurde die Burg 1158 zum Reichsgut erhoben. Im Jahr 1309 ging sie durch Kapitulation an Markgraf Friedrich den Freidigen über. Nach einer Zerstörung durch die Hussiten im Jahr 1429 wurde die Burg 1464 von Kurfürst Ernst wiederaufgebaut, der hier 1486 verstarb. Seine erste Blütezeit erlebte Colditz als Jagdschloss unter Kurfürst Friedrich dem Weisen, der nach einem Stadtbrand im Jahr 1504 Umbauarbeiten im Stil der frühen Renaissance veranlasste.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Thomas Eichler
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Lage: 51.1308, 12.8075