Museum
Schloss Burgtreswitz
In Burgtreswitz, einem Ortsteil von Moosbach, erhebt sich Schloss Burgtreswitz. Ursprünglich eine mittelalterliche Burg, wurde es zu einem Schloss umgestaltet und dient heute als kultureller Mittelpunkt mit mehreren Museen.
Geschichte+
Die Ursprünge von Burgtreswitz reichen bis ins 12. Jahrhundert zurück, als die Sulzbacher die Burg gründeten. Eine erste schriftliche Erwähnung des Ortes datiert auf das Jahr 1218, in der ein Ritter Pernoldus von Draeswitz als Ministerialer der Grafen von Ortenburg-Murach genannt wird. Im 12. und 13. Jahrhundert herrschten die Ritter von „Draeswitz“, bevor die Anlage 1272 in den Besitz der Wittelsbacher überging. Über drei Jahrhunderte hinweg war Treswitz der „Pfalz bei Rhein“ zugeordnet und wurde in dieser Zeit zu einer Festung ausgebaut. Ab 1304 ist Konrad II von Paulsdorf als erster Pfleger bezeugt. Das Pflegamt Treswitz umfasste ein weitreichendes Gebiet, und die Burg erlangte 1410 die niedere sowie 1585 die hohe Gerichtsbarkeit. Im Jahr 1594 wurden die Pflegeämter Treswitz und Tännesberg zusammengelegt, mit Sitz in Burgtreswitz. Erst 1628 wurde Treswitz wieder Teil Bayerns und ein kurbayerisches Pflegamt. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde die Burg 1634 von kaiserlichen Truppen zerstört, woraufhin ein jahrzehntelanger Wiederaufbau folgte. 1690 wurde die Schlosskapelle „Zur Unbefleckten Empfängnis“ eingeweiht. Im 18. Jahrhundert erlebte Treswitz unter den Lichtenstern-Pflegern einen Aufschwung, der in der Schaffung eines Landgerichts gipfelte. Zwischen 1734 und 1735 sowie von 1779 bis 1786 fanden Umbauten statt, bei denen unter anderem der Turm abgerissen und ein neues Torgewölbe errichtet wurde.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0
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Lage: 49.5946, 12.3901