Privatbesitz
Schloss Bützow

In Bützow, südlich von Rostock in Mecklenburg-Vorpommern, steht das Schloss Bützow. Ursprünglich eine slawische Burg, entwickelte es sich zu einem Renaissanceschloss.
Geschichte+
Die Ursprünge des Schlosses Bützow reichen bis ins 12. Jahrhundert zurück, als um 1171 eine slawische Burg namens „castrum Butissowe“ erwähnt wurde. Um 1180 wurde Bützow unter Bischof Berno zur bischöflichen Residenz und blieb dies bis zur Reformation. Im 13. Jahrhundert erlitt die Burg Zerstörung, wurde jedoch wiederaufgebaut. Anfang des 14. Jahrhunderts gelangte sie als Pfand an die Familie von Bülow, bevor Bischof Albrecht von Sternberg sie 1357 zurückgewinnen konnte. Nach der Reformation fiel das Stift Bützow 1540 an Herzog Ulrich von Mecklenburg, der die Burg 1556 zu einem Renaissanceschloss umgestaltete. Es diente später Herzogin Sophie-Charlotte von 1713 bis 1749 als Witwensitz. Im Jahr 1760 gründete Herzog Friedrich die Friedrichs-Universität Bützow, die teilweise im Schloss untergebracht war, jedoch bereits 1789 mit der Universität Rostock vereinigt wurde. Von 1812 bis 1879 beherbergte das Schloss das Kriminalkollegium. Eine Restaurierung und ein Umbau erfolgten 1910/1911 unter Oberlandbaumeister Adolf Prahst, bei dem Teile des Schlosses abgerissen wurden. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude als Kulturhaus, Bibliothek und Museum genutzt. Nach der Wende stand es leer und wurde 1993 sowie 2001 an private Investoren verkauft, die 2010 mit einer Renovierung begannen.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Rainer Gindele
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Lage: 53.8472, 11.9766