Kulturelle Veranstaltungen
Museum
Schloss Broich

Schloss Broich in Mülheim an der Ruhr, einer der ältesten erhaltenen frühmittelalterlichen Wehrbauten nördlich der Alpen, befindet sich im Stadtteil Broich am linken Ufer der Ruhr. Die Anlage spielte eine strategisch wichtige Rolle an einer historischen Ruhrfurt des alten Hellwegs.
Geschichte+
Die Ursprünge von Schloss Broich reichen bis ins Jahr 883 zurück, als Wikinger Duisburg eroberten. Herzog Heinrich vom Ostfrankenreich ließ daraufhin im Winter 883/884 ein befestigtes Militärlager errichten, um den Fluss und den Hellweg zu sichern. Nach dem Abzug der Wikinger wurde die Anlage zunächst aufgegeben. Ende des 11. Jahrhunderts erfolgte ein Wiederaufbau durch die Edelherren von Broich, die 1093 erstmals urkundlich erwähnt wurden. Im Jahr 1188 erwarb der Kölner Erzbischof Philipp I. von Heinsberg die Burg, um seine Macht zu festigen. Ab dem späten 12. Jahrhundert wurde die Anlage zu einer Festung ausgebaut, unter anderem mit einem massiven Bergfried, der 1240 einer Belagerung standhielt. Nach dem Aussterben der Herren von Broich im Jahr 1372 ging die Herrschaft an die Grafen von Limburg über. Zwischen 1380 und 1400 entstand ein gotischer Palas. Im 15. Jahrhundert wurde die Burg mehrfach belagert und 1443 schließlich eingenommen und schwer beschädigt. Die Wiederherstellung dauerte bis 1444. Im 16. Jahrhundert kam die Herrschaft durch Erbschaft an die Familie von Daun-Falkenstein, die Umbauten vornahm. Während der Truchsessischen Wirren und des Achtzigjährigen Krieges erlitt Broich Schäden und wurde 1598 von spanischen Truppen eingenommen. Die Reparaturen erfolgten erst Mitte des 17.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://www.wehrbauten.de/thread.php?threadid=630
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 51.4271, 6.8713