Schloss/BurgBerlin-Britz

Schloss Britz

Schloss Britz

Museum

Im Berliner Ortsteil Britz befindet sich das Schloss Britz, ein ehemaliges Herrenhaus. Es ist heute ein Museum, das die Wohnkultur der Gründerzeit präsentiert.

Geschichte+

Die erste urkundliche Erwähnung des Dorfes Britz erfolgte im Jahr 1237. Über Jahrhunderte war die Familie von Britzke Lehensbesitzer des Ritterguts. Im 16. Jahrhundert stand an der Stelle des heutigen Schlosses ein Fachwerkhaus. Nach den Zerstörungen des Dreißigjährigen Krieges und wiederholten Erbteilungen verkaufte Katharina von Britzke das Anwesen 1699 an den preußischen Kurfürsten. Um 1706 ließ Samuel von Chwalkowski, Kammerpräsident unter Friedrich I., ein steinernes Haus errichten. Unter Friedrich Wilhelm Graf von Schwerin wurde das Anwesen 1717 zum Allodialgut. Im 18. Jahrhundert war es im Besitz von Heinrich Rüdiger von Ilgen und Graf Ewald Friedrich von Hertzberg. Letzterer ließ die Innenräume von 1770 bis 1772 durch Bernhard Rode neu gestalten. Im 19. Jahrhundert ging das Gut an bürgerliche Fabrikanten über. Johann Carl Jouanne bewohnte es von 1824 bis 1857 und ließ es umfassend umbauen, wobei viel von der barocken Ausstattung verloren ging. Unter Wilhelm A. J. Wrede erhielt das Haus von 1880 bis 1883 seine heutige schlossartige Gestalt im Stil der Neorenaissance, ergänzt durch einen Treppenturm. 1924 erwarb die Stadt Berlin das Anwesen. Nach dem Zweiten Weltkrieg diente es als Flüchtlings- und Kinderheim. Seit einer Restaurierung von 1985 bis 1988 ist Schloss Britz öffentlich zugänglich und beherbergt kulturelle Veranstaltungen.

Vor Ort+

Schloss Britz beherbergt ein Museum, das die Wohnkultur der Gründerzeit zeigt. Die Räumlichkeiten sind rekonstruiert und für Besucher zugänglich. Der angrenzende Gutspark ist ebenfalls öffentlich zugänglich.

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Joachim Schneeleopard

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 52.4469, 13.4379