Museum
Schloss Bremervörde
In Bremervörde, Niedersachsen, steht das Schloss Bremervörde, einst eine Festungsanlage. Ursprünglich als Burg errichtet und später zu einem Renaissanceschloss ausgebaut, spielte es eine zentrale Rolle in der Region, bevor es im 17. Jahrhundert zerstört wurde. Heute beherbergt das erhaltene Kanzleigebäude ein Museum.
Geschichte+
Die Ursprünge des Schlosses Bremervörde reichen bis ins frühe 12. Jahrhundert zurück, als Lothar III. zwischen 1112 und 1122 an einer Furt über die Oste am Ochsenweg die Burg Castrum Voerde errichten ließ. Nach wechselnden Besitzern gelangte die Anlage 1219 an das Erzbistum Bremen und entwickelte sich zur größten Festung der Region. Sie diente als Residenz für mehrere Bremer Bischöfe und als Verwaltungszentrum. Im 16. Jahrhundert wurde die Burg mit Material aus der Ziegelei Bevern zu einem Renaissanceschloss ausgebaut. Zu Beginn des Dreißigjährigen Krieges präsentierte sich die Anlage als befestigte Insel mit einem mehrflügeligen Schloss, einem bastionierten Vorwerk und Gärten. Im Krieg und den Dänisch-Schwedischen Kriegen wurde das Schloss mehrfach belagert und beschädigt. Mit der Verlegung des Regierungssitzes nach Stade unter schwedischer Herrschaft verlor Bremervörde an Bedeutung. 1682 wurde die Festung geschleift und abgetragen; das Baumaterial wurde teilweise für den Schwedenspeicher in Stade verwendet.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Jörg Heldt
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 53.4831, 9.1514