Jugendbibliothek
Schloss Blutenburg
Im Münchner Stadtteil Obermenzing liegt Schloss Blutenburg, ein Wasserschloss spätgotischer Architektur. Umflossen von der Würm, beherbergt es heute die Internationale Jugendbibliothek und ist ein kultureller Anziehungspunkt in der bayerischen Landeshauptstadt.
Geschichte+
Die Ursprünge der Blutenburg reichen bis ins 13. Jahrhundert zurück, als an dieser Stelle eine Wasserburg mit Wohnturm stand. Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Anlage im Jahr 1432. Herzog Albrecht III. ließ die Burg zwischen 1431 und 1440 zu einem Landsitz umgestalten. Nach dem Tod seiner Geliebten Agnes Bernauer bewohnte er das Schloss mit seiner zweiten Gemahlin Anna von Braunschweig. Sein Sohn Herzog Sigismund zog sich später auf die Blutenburg zurück und widmete sich dem Ausbau der Anlage. Im Jahr 1488 ließ er eine Schlosskapelle errichten, die bis heute einen Gnadenstuhl von Jan Polack beherbergt. Ab 1508 diente Blutenburg als Jagdschloss. Im 17. Jahrhundert erwarb der Notar Anton von Berchem das baufällige Schloss, ließ es sanieren und umbauen, wobei es seinen wehrhaften Charakter weitgehend verlor. Nach seinem Tod 1702 fiel es an den Kurfürsten zurück und verfiel zusehends. Im 19. Jahrhundert wurde es unter anderem als Ausflugsgaststätte genutzt.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Jörg Heldt
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Lage: 48.1630, 11.4566