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Privatbesitz
Schloss Bitz (Bachem)

Haus Bitz ist ein barockes Wasserschloss im Frechener Stadtteil Bachem, westlich vor den Toren Kölns. Seine historische Bausubstanz wurde durch einen modernen Neubau von Oswald Mathias Ungers und mit einem von Bernhard Korte gestalteten Schlosspark ergänzt.
Die erste Erwähnung von Haus Bitz wurde im sogenannten „Goldenen Buch“ der Abtei Prüm gefunden, das heute in der Stadtbibliothek Trier aufbewahrt wird. Dort vermerkte am 20. Dezember 866 der Abt Ansbaldus die Schenkungen der „verehrungswürdigen Matrone Hiedilda“, nämlich die Marienkirche zu „Bacheim im Kölngau“, samt Herrenhof Haus Bitz mit Wohn- und Wirtschaftsgebäuden und 780 Morgen Land an die Abtei Prüm. Die Marienkirche besteht heute nicht mehr, wohl aber das Haus Bitz, das seit seiner ersten urkundlichen Erwähnung auf eine wechselvolle Geschichte zurückblicken kann.
Die fränkische Hofanlage war zu jener Zeit bereits befestigt und umfasste Herrenhaus, Halfen- und Gesindehaus sowie Scheunen und Stallungen, die sich um einen gepflasterten Hof gruppierten. Die Anlage war von einem Wassergraben umgeben, der durch den Bachemer Bach gespeist wurde, so wie es auch heute der Fall ist. Zugang zu dieser „Burg“ erfolgte durch eine Zugbrücke an der Ostseite.
Auch im Jahr 1222 zählte Haus Bitz zu den Besitzungen des Klosters Prüm und wird als solche in der in jenem Jahr durch Caesarius von Milendonk angefertigten Abschrift des Prümer Urbar aufgeführt. Die Abtei bewirtschaftete das Gut nicht selbst, sondern überließ es als Lehen Pächtern, die der Abtei im Gegenzug abgabeverpflichtet waren. Die Lehnsherren und später die Besitzer von Haus Bitz wechselten häufig, es sind die in Frechen und im Rheinland bekannten Adelsgeschlechter der Herren von Bachem, Palant, Hochsteden, Heinsberg, Heyringen und Wobeser.
Im Jahre 1734 verkaufte Joachim von Wobeser das freiadelige Gut (freiadelig = steuerbefreit) an den Kölner Kaufmann Jacob Nierstraß. In diesem Zusammenhang bestritt der auf Burg Bachem ansässige Christian August von Geldern den freiadeligen Status der Gutes. 1737 kam es zu einer Einigung: Die Anlagen innerhalb des Wassergrabens behielten das Privileg, die anderen Ländereien unterlagen der normalen Besteuerung. Die Tochter von Jakob Nierstraß heiratete Simon Pelzer, unter dem das Anwesen durch Ankäufe wesentlich an Umfang gewann. Ihr Sohn Jabob Pelzer richtete hier eine Schnupftabakfabrik ein. Im Jahre 1785 wurden Haus Bitz und alle Rechte sowie Besitztümer an den Freiherren Clemens Lothar von Fürstenberg verkauft. 1940 verkaufte die Familie den Besitz an die Gemeinde Frechen. Diese plante, dort den weiblichen Arbeitsdienst unterzubringen. Dazu kam es aber nicht. Stattdessen wurden verschiedene Gewerbe angesiedelt, darunter eine Töpferei, aber auch eine Begegnungsstätte.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0
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Lage: 50.8977, 6.8183