Gemeindeverwaltung
Schloss Bischofroda

Das Schloss Bischofroda, ein historisches Bauwerk in der Gemeinde Bischofroda im Wartburgkreis, Thüringen, dient heute als Sitz der Gemeindeverwaltung.
Geschichte+
Die Gegend um Bischofroda war ab dem 16. Jahrhundert eine katholische Enklave, die das Erzbistum Mainz gegen die Ansprüche sächsischer Herzöge verteidigte. Der Ort und die Probstei Zella unterstanden dem Peterskloster in Erfurt. Die Ritter von Creuzburg fungierten als Schutzherren, bis diese Linie 1742 mit dem Tod von Georg Ernst von Creuzburg erlosch. Das ursprüngliche Schloss war ein schlichter Fachwerkbau und diente den Creuzburgern als Nebensitz. Das heutige Schloss wurde als Haupthaus eines Gutes errichtet, wobei Baumaterialien aus Madelungen bezogen wurden. Ein bischöfliches Wappen am Hauptportal weist auf die Oberherrschaft des Erfurter Petersstifts hin. Nach der Enteignung durch Napoleon ging der Besitz an die Amtsverwaltung Creuzburg über. Verschiedene Pächter wie Johann Philipp Kümmel, Herr Goldammer, Friedrich Hähnert und sein Sohn Theodor Hähnert verwalteten das Gut. Nach der Pensionierung des letzten Gutsverwalters, Ökonomierat Schambach, im Jahr 1901 wurde das Gut aufgelöst und an eine Genossenschaft verkauft.
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Lage: 51.0564, 10.3617