Privatbesitz
Schloss Berritzgård

Auf der dänischen Insel Lolland liegt Schloss Berritzgård, ein Beispiel niederländischer Renaissance-Architektur und eines der besterhaltenen Herrenhäuser dieser Stilperiode in Dänemark. Seine Geschichte reicht bis ins späte 14. Jahrhundert zurück.
Die Ursprünge des Anwesens Berritzgård lassen sich bis ins Jahr 1382 zurückverfolgen, als es erstmals unter dem Besitz von Markvard Pøiske erwähnt wurde. Ursprünglich aus dem Dorf „Berith“ hervorgegangen, wo das heutige Schloss steht, wechselte es später in den Besitz der Familie Huitfeldt. Jacob Huitfeldt und seine Frau Lisebeth Friis beauftragten Hans van Steenwinckel den Älteren mit dem Bau des heutigen Schlosses, das 1586 fertiggestellt wurde, kurz nachdem Lisebeth Friis Witwe geworden war. 1654 verkaufte Joachim Gersdorff, der Witwer von Huitfeldt, das Anwesen an Hans Wilhelm von Harstall. Sein Sohn, Christian Ulrich von Harstall, erhielt für seine Dienste als königlicher Stallmeister zusätzliche Ländereien. 1729 ging Berritzgård durch Verkauf an Abraham Lehn den Jüngeren über. Dessen Vater, Johan Lehn, stammte aus den Niederlanden und die Familie hatte ihr Vermögen im Wein-, Lebensmittel- und Schifffahrtshandel gemacht. Poul Abraham Lehn, Abrahams Sohn, schuf 1775 aus Berritzgård und dem Gut Oreby die Baronie Guldborgland. Im 18. Jahrhundert wurden die Gärten von Johan Christian Boas neu gestaltet. Nach dem Tod von Poul Lehns einzigem Sohn ging die Baronie später an seine Enkelin Christiane Henriette von Barner über.
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Lage: 54.8217, 11.6656