Museum
Schloss Babelsberg

In Potsdam, Brandenburg, steht Schloss Babelsberg, ein Bauwerk im Stil der englischen Gotik. Über fünf Jahrzehnte diente es als Sommersitz für Prinz Wilhelm, der später zu Kaiser Wilhelm I. aufstieg, und seine Gemahlin Augusta. Das Schloss ist ein Ort von historischer Bedeutung, da hier 1862 das entscheidende Gespräch zwischen König Wilhelm I. und Bismarck stattfand, welches Bismarcks Ernennung zum Ministerpräsidenten einleitete.
Geschichte+
Die Errichtung von Schloss Babelsberg erfolgte in zwei Bauphasen zwischen 1835 und 1849. Die ursprünglichen Pläne stammten von Karl Friedrich Schinkel, Ludwig Persius und Johann Heinrich Strack. Prinz Wilhelm wünschte ein eigenes Sommerschloss, und 1833 genehmigte König Friedrich Wilhelm III. den Bau. Schinkel begann noch im selben Jahr mit der Planung, basierend auf Entwürfen von Persius aus dem Jahr 1831. Prinzessin Augusta, die eine Vorliebe für den englischen Gotikstil hatte, beeinflusste die Gestaltung, was zu Meinungsverschiedenheiten mit den Architekten führte, insbesondere bezüglich der Innenausstattung. Die erste Bauphase, die 1835 abgeschlossen wurde, umfasste den kleineren Teil des Schlosses. Nach Wilhelms Ernennung zum Thronfolger im Jahr 1840 wurde das Schloss als zu klein empfunden, und die zweite Bauphase begann, um den Gesamtentwurf zu realisieren. Nach Schinkels Tod 1841 übernahm Persius die Leitung, musste sich aber ebenfalls den Wünschen Augustas beugen.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Joachim Schneeleopard
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 52.4076, 13.0933