Privatbesitz
Schloss Arnschwang

Schloss Arnschwang ist ein Wasserschloss, das sich zwischen zwei Armen des Flusses Chamb im östlichen Teil der gleichnamigen Ortschaft in Bayern erhebt. Es ist ein langgestreckter Bau mit erhaltenen architektonischen Details.
Geschichte+
Die erste urkundliche Erwähnung Arnschwangs datiert auf das Jahr 1173, als ein hier ansässiger Dienstmann des Chamer Markgrafen den Ortsnamen annahm. Nach den Arnschwangern folgten im 14. Jahrhundert die Familien Kälbl, Püdensdorfer und Sattelbogener. Die Region litt ab 1426 mehrfach unter den Überfällen und Brandschatzungen der Hussiten. Eine besondere Rolle spielte der Arnschwanger Ritter Erasmus Sattelbogen, der 1431 als einziger seine Streitmacht nach einer Niederlage des kaiserlichen Heeres in Böhmen heimführen konnte. 1489 rebellierte der damalige Schlossherr Sigmund von Sattelbogen im sogenannten Löwlerkrieg gegen den bayerischen Herzog, woraufhin Arnschwang geplündert und das Schloss zerstört wurde. Zwischen 1527 und 1612 gehörte die Hofmark Arnschwang den fränkischen Fuchs von Wallburg. Im Dreißigjährigen Krieg wurde das Dorf zweimal von schwedischen Truppen geplündert. Nach dem ersten Einfall 1633 forderte die Pest über 280 Todesopfer, woraufhin die Bewohner ein Gelübde für eine jährliche Wallfahrt nach Weißenregen ablegten, das bis heute Bestand hat.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0
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Lage: 49.2740, 12.8183