Privatbesitz
Schloss Arndorf
In der österreichischen Gemeinde Pöggstall in Niederösterreich befindet sich das Schloss Arndorf, ein denkmalgeschütztes Anwesen mit gotischem Kern.
Geschichte+
Arndorf wurde 1321 erstmals urkundlich erwähnt als ein leicht befestigter Gutshof. Damals war es ein Lehen der Herrschaft Mollenburg und im Besitz des Kleinadeligen Otto von Aerndorf. Der Hof bestand ursprünglich aus einem dreigeschossigen Kastenbau, geschützt durch eine Wall- und Grabenanlage. Nach dem Aussterben der Aerndorfer ging das Lehen an die Familie Schauchinger, die den gotischen Bau zwischen 1482 und 1534 zu einem Renaissanceschloss erweiterten. 1534 übernahm die Familie Kornfail das Schloss und unterhielt dort einen protestantischen Prediger. 1586 verkauften die Lehensherren von Mollenburg das Anwesen an Johann Jöppl. Die folgenden zwei Jahrhunderte waren von häufigen Besitzerwechseln geprägt. 1791 erwarb Johann von Stiebar das Gut und gliederte es seiner Herrschaft Artstetten an, welche 1823 von Kaiser Franz von Habsburg gekauft wurde. Die Habsburger verkauften das Schloss 1870, woraufhin erneut eine Periode wechselnder Eigentümer folgte. Von 1918 bis 1976 befand sich Arndorf im Besitz der Bundesforste, die das Schloss verfallen ließen. Seit 1976 ist es in Privatbesitz und wird seitdem instand gehalten, teilweise renoviert und landwirtschaftlich genutzt.
Lage+
Schloss Arndorf liegt in Pöggstall-Arndorf im Bezirk Melk in Niederösterreich, Österreich, auf einer Höhe von etwa 732 Metern über dem Meeresspiegel.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Arndorf_-_Schloss.JPG
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Lage: 48.2931, 15.1562