Privatbesitz
Schloss Appenzell
In der Ortschaft Appenzell steht das Schloss Appenzell, eine Steinkonstruktion, die gotische Elemente mit Architekturmerkmalen der Renaissance vereint.
Geschichte+
Die Errichtung des Schlosses erfolgte im Jahr 1563 im Auftrag des Arztes Antoni Löw, einem Kopf der Reformierten in Appenzell. Löw wurde 1584 wegen angeblicher Verleumdung eines Priesters zum Tode verurteilt und hingerichtet. Nach seinem Tod ging das Schloss in Staatsbesitz über und diente den Franziskanern bis 1682 als Unterkunft, bevor sie in ihr neues Kloster Maria zum Engel umzogen. Anschließend bewohnte Antoni Speck das Anwesen bis zu seinem Tod im Jahr 1708. Danach verblieb das Schloss im Familienbesitz der Sutter. Im Jahr 1875 erwarb der Arzt Anton Alfred Sutter das alleinige Eigentum und richtete dort seine Praxis ein, weshalb das Gebäude in Appenzell auch als „Doktorhaus“ bekannt ist.
Vor Ort+
Das Schloss Appenzell befindet sich heute in Privatbesitz. Das Gebäude ist ein vierstöckiger Bau auf quadratischem Grundriss mit einem Zeltdach. Die Fassaden sind durch mehrere Kranzgesimse und Vordächer horizontal gegliedert. Ein runder Treppenturm in der Mitte der Westfassade mit einer vorgelagerten Säulenhalle betont die vertikale Dimension. Im Inneren finden sich gotische Fenstergruppen, die durch steinerne Renaissance-Säulen unterteilt sind; ein Fensterpfosten im ersten Stockwerk trägt die Jahreszahl 1570.
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Quelle: swisscastles.ch · Bild: http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Appenzell_Schloss_sw.JPG
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Lage: 47.3299, 9.4096