Das Schloss kann besichtigt werden
Museum
Schloss Alden Biesen

In Bilzen-Rijkhoven, Flandern, liegt Schloss Alden Biesen, ein Wasserschloss und eine ehemalige Kommende des Deutschen Ordens. Einst das größte seiner Art im Nordwesten Europas, diente es als Zentrum einer Ballei und verwaltete untergeordnete Kommenden. Heute ist die Anlage eines der größten Schlösser zwischen Loire und Rhein.
Geschichte+
Die Ursprünge von Alden Biesen reichen bis ins Jahr 1220 zurück, als Graf Arnold III. von Loon und seine Schwester Mathildis dem Deutschen Orden eine Kapelle und Ländereien stifteten. Hieraus entwickelte sich eine Kommende mit einem Hospital. Ab 1317 war Biesen eine eigenständige Ballei, die aufgrund ihres Grundbesitzes eine Stellung einnahm. Um 1362 verlegte der Orden seinen Hauptsitz nach Maastricht, und die alte Kommende wurde fortan Alden Biesen genannt. Ab 1543 begann unter Landkomtur Winand von Breill der Neubau eines Wasserschlosses im Stil der Maasland-Renaissance, das bis 1566 fertiggestellt wurde. Später folgten eine Vorburg (ab 1571) und eine Kapelle (1634-1638). Im späten 17. und frühen 18. Jahrhundert wurde die wehrhafte Anlage unter Landkomturen wie Hendrik van Wassenaar und Damian Hugo von Schönborn zu einer Barockresidenz umgestaltet, inklusive Ziergarten und Orangerie. Caspar Anton von der Heyden gab dem Schloss zwischen 1769 und 1775 sein heutiges klassizistisches Aussehen, und 1785/86 entstand ein englischer Landschaftspark. Nach der französischen Besetzung wurde das Schloss 1794 konfisziert und 1797 versteigert, woraufhin es verfiel. Ein Brand im Jahr 1971 zerstörte große Teile der Gebäude. Der belgische Staat erwarb die Ruine und restaurierte die gesamte Anlage in den folgenden 20 Jahren im Stil des 18. Jahrhunderts.
Lage+
Schloss Alden Biesen befindet sich im Ortsteil Rijkhoven der Stadt Bilzen in der Provinz Limburg, die zur Region Flandern in Belgien gehört. Die Anlage liegt auf einer Höhe von etwa 80 Metern über dem Meeresspiegel.
Vor Ort+
Schloss Alden Biesen beherbergt ein Museum. Die Anlage dient zudem als Kulturzentrum der flämischen Gemeinschaft und präsentiert eine Dauerausstellung zur Geschichte des Deutschen Ordens.
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 50.8417, 5.5206