Privatbesitz
Schloss Aistersheim

Geschichte+
Die erste urkundliche Erwähnung des Schlosses Aistersheim datiert auf das Jahr 1159, als Dietmar von Aistersheim, ein Ministeriale der steirischen Otakare, als Besitzer genannt wurde. Die ursprüngliche Burg diente als Grenzfestung zu Bayern. Bis 1426 verblieb sie im Besitz der Herren von Aistersheim, bis Heinrich von Aistersheim als letzter seines Geschlechts verstarb. Im Jahr 1464 erwarb Hanns von Hohenfeld die Herrschaft, doch nur sieben Jahre später wurde die mittelalterliche Wasserburg in der Liechtensteiner Fehde durch moderne Pulvergeschütze zerstört. Nach Instandsetzung erfolgte in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts ein Neubau. Achaz von Hohenfeld, ein Ritterstandsverordneter, gilt als Bauherr des heutigen Spätrenaissance-Schlosses, dessen Fertigstellung um 1600 erfolgte. Im Zuge der Gegenreformation weigerte sich Otto Achaz von Hohenfeld 1619, Kaiser Ferdinand II. die Erbhuldigung zu leisten, woraufhin Tillys Truppen das Schloss belagerten und einnahmen. Im Oberösterreichischen Bauernkrieg diente Aistersheim als Zentrum des Widerstands und wurde nach Fadingers Tod zum Hauptquartier Achaz Wiellingers von der Au. Bei der Erooberung durch Adam Graf Herberstorff erlitt das Gebäude schwere Schäden. Ein Brand im Jahr 1771 machte barocke Umbauten notwendig. Mit dem Tod von Otto Adolf Graf Hohenfeld im Jahr 1824 erlosch das Geschlecht, und die Herrschaft wurde 1830 an Johann Karl Dworzak verkauft, dessen Nachkommen das Schloss bis ins 20. Jahrhundert besaßen.
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Lage: 48.1864, 13.7399