Privatbesitz
Schloss Aich
Etwa 1,5 Kilometer nordöstlich von Bad Zell im Mühlviertel liegt Schloss Aich, einstmals ein Landschloss. Was einst eine Residenz war, präsentiert sich heute als Bauernhof, der noch immer Spuren seiner Vergangenheit trägt.
Geschichte+
Um 1220 war Schloss Aich Teil der Herrschaft Zellhof. Im 13. Jahrhundert wurde die ursprüngliche Burg abgetragen und durch ein Schloss ersetzt, wobei lediglich der Wehrturm erhalten blieb. Im Jahr 1422 traten die Herren von Tannpeck als Besitzer auf, bevor die Kapeller das Schloss und den zugehörigen Maierhof erwarben. Während des Ungarnkriegs um 1477 übergaben Kaspar Tannpeck und sein Sohn Hans die Schlösser Aich und Windhaag kampflos an die Feinde Kaiser Friedrichs III., was zu ihrer Gefangennahme und einer Anklage wegen Hochverrats im Jahr 1485 führte. Ihre Besitztümer wurden beschlagnahmt. Ab 1485 ging das Schloss in den Besitz der Herren Laßla Prager und Ulrich von Starhemberg über. Durch die Heirat von Regina Tannpeck, der Tochter Hans Tannpecks, mit Laßla Prager wurden die alten Besitztümer wieder vereint. Im Jahr 1597 verkaufte Freiherr Friedrich von Prag die Herrschaften Aich und Windhaag an Lorenz Schütter. Dessen Sohn veräußerte Schloss Aich 1630 an Michel Pernauer zu Pernegg, der es wiederum bald an Hilleprant Jörger verkaufte. Als Protestanten mussten die Jörger 1631 ihren gesamten Besitz, darunter Schloss Aich, an Gotthard von Scherffenberg verkaufen. Nach dessen Tod heiratete seine Witwe 1636 Hans Reichard von Starhemberg.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bad_Zell_Aich_1.JPG
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Lage: 48.3697, 14.6783