Die Anlage, deren erste urkundliche Erwähnung aus dem Jahr 1269 stammt, hat Ursprünge, die bis ins Mittelalter, möglicherweise sogar bis ins 10. Jahrhundert, zurückreichen. Ursprünglich als Wasserburg an einem Wipperübergang konzipiert, wechselten die Besitzer häufig. Im Jahr 1532 gelangte die Burg wieder in den Besitz der Fürsten von Anhalt. Nach der Landesteilung von 1546 übernahm Fürst Georg III. von Anhalt-Plötzkau die Anlage und ließ sie Mitte des 16. Jahrhunderts zu einem Residenzschloss umbauen. Während einer Pestepidemie im Jahr 1552 diente das Schloss kurzzeitig als Fürstenhof. 1619 wurde der Pädagoge Wolfgang Ratke hier neun Monate lang gefangen gehalten. Im 18. Jahrhundert erfuhr die Anlage barocke Umgestaltungen. Nach der Nutzung als Domäne im 19. Jahrhundert und als Volkseigenes Gut in der DDR-Zeit, verfiel das Schloss zusehends. Der mittelalterliche Bergfried wurde in den 1960er Jahren abgetragen, und der Nordflügel, der Georgsbau, blieb als Ruine erhalten. Ein Förderverein setzt sich seit 2007 für den Erhalt der Ruine ein.
Schloss/BurgWarmsdorf
Ruine Warmsdorf

Die Ruine Warmsdorf in Sachsen-Anhalt, eine mittelalterliche Wasserburg und ein frühneuzeitliches Residenzschloss, umfasst den Georgsbau als ältesten erhaltenen Teil der Anlage.
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Lage: 51.7789, 11.5814