Die Ruine kann besichtigt werden
Ruine Sonnenberg (Wiesbaden)

Die Ruine Sonnenberg, einstmals eine Festung, steht heute über Wiesbaden-Sonnenberg. Ursprünglich im frühen 13. Jahrhundert errichtet, diente sie den Grafen von Nassau als Bollwerk gegen die Eppsteiner.
Geschichte+
Um 1200 begannen die Nassauer Grafen Heinrich II. und Ruprecht mit dem Bau der Burg Sonnenberg, um Wiesbaden zu schützen und sich gegen die Eppsteiner zu behaupten, mit denen sie in ständigen Grenzstreitigkeiten lagen. Obwohl das Gelände dem Mainzer Domkapitel gehörte, wurde der Bau vorangetrieben. Erst 1221 erkannten die Grafen ihren unrechtmäßigen Besitz an, kauften das Land und nahmen die Burg vom Erzstift Mainz als Lehen. Diese Bindung erwies sich als problematisch, da im 13. Jahrhundert vier Mainzer Erzbischöfe aus dem Hause Eppstein stammten. Nach Ruprechts Eintritt in den Deutschen Orden regierte Heinrich II. ab 1230 allein. Die Burg gehörte später zur walramschen Linie der Nassauer. Adolf von Nassau, der spätere deutsche König, ließ die Burg nach einer Zerstörung vor 1283 wieder aufbauen und erweitern. Nach seinem Tod 1298 wurde sie erneut von den Eppsteinern eingenommen und stark beschädigt. Adolfs Sohn Gerlach I. gelang es später, die Burg zu erweitern und sich mit den Eppsteinern auszusöhnen. Unter ihm erlebte Sonnenberg seine Blütezeit. 1338 besuchte Kaiser Ludwig der Bayer die Burg, und 1351 erhielt Sonnenberg von Kaiser Karl IV. die Stadtrechte. Graf Gerlach starb 1361 auf der Burg.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0
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Lage: 50.1029, 8.2657